Long Voyage. Nach nur 9 Anläufen präsentiere ich euch proudly: Mon Macaron.

Mintfärbige Schokoladen-Macarons
Mintfärbige Schokoladen-Macarons

Diese prognostizierten 30 Grad hatte es gestern gerade mal in meiner Backstube. Mein Gemüt war allerdings deutlich mehr erhitzt, denn 8 Anläufe davor hab ich es leider nicht beherrscht: Die hohe Kunst der kleinen französischen Scheisserchen, im Pâtisserie-Jargon auch Macarons genannt.

Mintfärbige Macarons.
Mintfärbige Macarons.

Ich habe geflucht, den Spritzsack verdammt,  die Küche angesaut und mir die mitleidigen Blicke von meinem Freund gegeben, aber bei Anlauf #9 war es soweit: meine Macarons sehen auch endlich aus wie Macarons. 

 

Einzig das Hantieren mit Lebensmittelfarbe ist mir noch nicht so geläufig, so wurde aus ocean-blue tiffany-mint, aber so gefallen sie mir fast noch besser.

 

Das Geheimnis diesmal: I have no f****** glue...ich hab alles so gemacht wie immer. Und wie, könnt ihr hier nachlesen.

Macarons auf Backpapier. Für ein gleichmässigeres Ergebnis Kreise aufzeichnen.
Macarons auf Backpapier. Für ein gleichmässigeres Ergebnis Kreise aufzeichnen.

Ihr braucht für ca. 25 Stk Macarons (50 Macarons-Hälften):

  • 110 g feinst gemahlene Mandeln, blanchiert
  • 200 g Puderzucker
  • 3 Eiweiß (75 g)
  • 1 Prise Salz
  • 30 g Kristallzucker (am besten den feinen Backzucker von Wiener Zucker nehmen)
  • ggf. Lebensmittelfarbe (Pulver) je nach gewünschter Nuance
  • 1 EL Butter
  • 100 g Vollmilchkuvertüre
  • 60 g Schlagobers
  1. Alles beginnt damit, dass die Mandeln mit dem Zucker mehrmals versiebt werden müssen, damit eine sehr feine Mandel-Zucker-Mischung entsteht.
  2. Das Eiweiß mit der Prise salz steif schlagen und langsam die 30 g Kristallzucker beimengen. Bei Bedarf Lebensmittelfarbe hinzufügen. Solange schlagen, bis eine schnittfeste Masse entsteht.
  3. Die Mandel-Puderzucker-Mischung so lange mit einer breiten Teigspachtel unterheben und die Masse wenden, bis sie eine lavaartige Konsistenz hat (Achtung: nicht zu zähflüssig & nicht zu dünnflüssig). Danach in einen Spritzbeutel mit breiter Lochtülle füllen.
  4. Auf mit Backpapier vorbereiteten Blechs kreisrund (Durchmesser ca. 3 cm) mit Abstand aufspritzen (für ein gleichmässiges Ergebnis emfpiehlt sich das Aufzeichnen von Kreisen - ich habe darauf verzichtet) und ca. 30 min antrocknen lassen. Die Bleche leicht gegen die Tischkante klopfen, damit die Luftbläschen aus der Masse entweichen.
  5. Den Backofen auf 140° C Umluft aufheizen. Im vorgeheizten Ofen ca. 11-13 Minuten backen (hängt stark von eurem Ofen ab, daher immer einen Blick auf die "Bräunung" werfen. Aus dem Ofen nehmen, und das Backpapier mit den Macaron Hälften gleich vom Blech auf runterziehen, denn so lassen sich später die Hälften leichter vom Backpapier trennen.
Schokolade-Macaron aus der Vogelperspektive
Schokolade-Macaron aus der Vogelperspektive

Während in Schritt 4 die Macaronhälften antrocknen, kümmere ich mich um die Füllung. Es gibt unglaublich viele Füll-Varianten - da ich mein Glück aber nicht überstrapazieren wolle, hab' ich mich für eine klassische, aber fantastische Schokoladen-Ganache-Füllung entschieden.

 

Hierfür:

 

  1. Kuvertüre im Wasserbad mit 1 EL Butter schmelzen.
  2. Schlagobers aufkochen und über die geschmolzene Kuvertüre gießen und mit einem Schneebesen verrühren, bis alles schön einmeliert ist
  3. Danach im Kühlschrank für 1 h kaltstellen
  4. Danach mit einem kleinen Löffel auf jeweils 1 Macaron Hälfte auftragen und vorsichtig den Deckel draufsetzen und ganz leicht den Deckel hin und her bewegen, damit sich die Ganache schön verteilt.
  5. 1 Tag ruhen lassen - so werden die Macarons am besten.
Schokolade-Macaron
Schokolade-Macaron
Boyfriend approved.
Boyfriend approved.

Abschließend gilt zu sagen, dass dieses Rezept mit Abstand eines der leichtesten ist, das man für Macarons so findet. Man findet auch Rezepte, wo man zuerst eine Mandelpaste herstellt und mit einem Zuckerthermometer einen Sirup herstellt (Italienische Meringue). Ich finde, es ist nicht notwendig, diesen Aufwand zu betreiben, da die Macarons ja mit meinem Rezept auch schon ganz schön werden. Und schlussendlich ist das wichtigste, dass sie auch schmecken. Und das tun sie, mon dieu.


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