Malaysia - truly Asia. 3 Wochen Vielfalt in einem Vielvölkerstaat - Teil1.

Bunt, lebendig, bewegend. Eine Reise durch Metropolen, Teeplantagen und Regenwäldern.

"Travel is still the most intense mode of learning" sagt ein Sprichwort. Was gab es also Naheliegenderes für mich, ein SEHR lehrreiches Jahr 2015 mit einer unglaublich beeindruckenden Reise abzuschließen, einer Reise nach Asien, wo es noch am authentischsten zu sein scheint.
Laien wie ich vermuteten, dass  Malaysia als südlicher Nachbar Thailands allein schon aufgrund der örtlichen Nähe viele Gemeinsamkeiten zu Thailand aufweist. Nun, weit gefehlt.

Malaysia ist in jeder Dimension eine Fusion aus vielem und unvergleichlich. Aber lest selbst, welche tollen Eindrücke & einzigartigen Destinationen meinen Blick auf Asien verändert haben:

Stop Over #1: Kuala Lumpur

Sämtliche Reiseführer empfehlen aufgrund der "klimatischen Umstellung" eine Mindest-Aufenthaltsdauer in Malaysien von 10 Tagen. "Netter Versuch, Touris auszubeuten", dachte ich mir - bis ich das Flughafengebäude in Kuala Lumpur verließ und mir sämtliche  wärmende Hollister-Baumwolle wie vakuumisiert von einem auf den andren Moment auf meiner  - von der angenehmen Airbus Luft ausgetrocknet erschienenen - plötzlich patschnassen Haut klebte. Fortan hüpfte ich ob meines etwas mauen Kreislaufs von einer klimatisierten Halle zur nächsten bis wir im xmas-wahnsinnigen Hotel, runtergekühlt auf Nordpol-ähnliche Temperaturen vis-a-vis der Petronas-Towers, aufschlugen. Tagestemperaturen von 33° bei 80% Luftfeuchte bringen einen - aus dem so genannten europäischen "Winter" kommend -  wahrlich um den Verstand und man merkt im anfänglich gar nicht, wie viel mehr man für eine Kokosnuss am Pool im Vgl. zu Thai-Verhältnissen zahlt. 


Kuala Lumpur's 5 wichtigste Facts

  • Die Einwohner:
    1.8 Mio., ein Potpourri unterschiedlichster Kulturen & Ethnien
  • Das Stadtbild:
    Eine Melange aus Ost -& West, Wolkenkratzer neben Fassaden aus dem 19 Jahrhundert
  • Die Atmosphäre:
    hektisch, spannend, multi-kulti, islamisch
  • Bekannt für:
    Petronas Towers, Formel 1 Zirkus & asiatischen Shoppingwahn!
  • So kommt man hin: Flugzeit von Wien via Istanbul ca. 11,5 h

When in Kuala Lumpur:

  • Restaurant & Roof Top Bar Marini's on 57 im Petronas Tower - leider deutlich über europäischem Niveau, aber der 360° View entschädigt allemal.
  • Chinatown - für jene mit gutem Magen & Central Market, so zusagen Covent Garden von Kuala Lumpur
  • Little India - ein buntes Beispiel dafür, wie unkompliziert unterschiedlichste Kulturen in dieser Stadt koexistieren können
  • Food Court im Einkaufszentrum "Pavilion Kuala Lumpur"
  • Batu Caves - 12 km nördlich von KL, weitläufige Höhlen in einem steilen Kalkfelsen, umfunktioniert zu einer Pilger- & Kultstätte malaysischer Hindus
  • Nächtliche Wasserspiele im KLCC Park neben den Petronas Towers
  • Wohnen im Golden Triangle: Ein sehr klingendes & lebendiges Stadtviertel mit hoher Dichte an Shopping Malls, Hotels, Restaurants & Bars. Dank des klimatisierten & überdachten KLCC Walkways kann man über dem stark befahrenen Gebiet entspannt umherstreunen. Hoteltipp: KLCC Impiana

Fazit nach 4 Tagen Kuala Lumpur: 

Eine sehr empfehlenswerte, entspannte Metropole, die eine schier unglaubliche Vielfalt an kulinarischen als auch kulturellen Eindrücken zu bieten hat. Im Reisezeitraum Dezember & Jänner bleibt man glücklicherweise von der Smog-Glocke verschont, die den Rest des Jahres über der Stadt hängt. Ein Besuch in KL empfiehlt sich gerade als Einstieg in eine Malaysia-Rundreise.

Stop Over #2: Malakka, 150 km südlich von KL

An die ältestes Stadt Malaysias & gleichzeitig auch Weltkulturerbe hatte ich so meine Erwartungen, denn diese Stadt hat so einiges mitgemacht in der Vergangenheit - vom Aufstieg eines kleinen Piratennests zum mächtigen Handelshafen für Seide, Perlen, Brokat und Gold bis zum  Niedergang , als Handelsschiffe in der Straße von Malakka einfach weiter nach Singapore zogen. Um ehrlich zu sein - diesen Zwischenstopp auf dem Weg nach Singapore kann man getrost auslassen, außer man steht auf Techno-beschallte Rikschas. Viel mehr als diese & ein rotes, holländisches Stadthuys (Rathaus) aus der Kolonialzeit hat dieses Städtchen leider nicht zu bieten.

Stopover #3: Singapore - die Perfektion in Stadt & Staat

4 h per Bus südlich von Malakka und 2 h bei der Immigration - wo einem so ca. alles abgenommen wir - später, bin ich in Singapore gelandet.  Eine Megacity, die mich mega beeindruckt hat. Die Skyline ist einfach atemberaubend, die Kulinarik & das Entertainment-Programm überwältigend. Eine Stadt der Superlative also.

Singapore's 4 wichtigste Facts:

  • Die Atmosphäre:
    Glitzernde Wolkenkratzer, ultramoderne Shoppingmalls, blitzblanke Straßen, Relikte aus der vergangenen Kolonialzeit & exotisch-tropische Grünflächen wohin das Auge reicht - für mich die dynamischste, innovativste und vielseitigste Stadt, die ich je sehen durfte.
  • Die Bevölkerung:
    5.4 Mio. Einwohner - nur rund 3 Mio. haben allerdings auch die Staatsbürgerschaft -  kommen in den Genuss des höchsten Pro-Kop-Einkommen Asiens sowie einer Arbeitslosenquote von traumhaften 2%. Dies liegt nicht zuletzt am außergewöhnlich hohen Bildungsstand der Bevölkerung.
  • Die Geschichte:
    Ehemalige britische Kolonie, seit 1965 von Malaysia unabhängig - der Kickstart für die rasante Karriere des Wirtschaftswunders.
  • Bekannt für:
    Singapore Sling Cocktail, Formel 1 Nachtrennen, Marina Bay Sands Infinity Pool, Shopping Wahnsinn & Preise auf höchstem Niveau, sehr strenge Reglementierungen in Hinblick auf Sicherheit, Sauberkeit & Effizienz

When in Singapore:

  • Gardens by the bay & SuperTrees: Futuristische Gärten und Gewächshäuser vor dem Marina Bay Sands Hotel zeigen, wie grün und blühend es auf der ganzen Welt zugeht. 
  • Marina Bay Sands Roof Top Bar: Zugegebenermaßen der teuerste Cocktail meines Lebens, jedoch gepaart mit dem wohl atemberaubendsten Ausblick meines Lebens auf der modernen Version der Arche Noah.
  • Sentosa: Eine Vergnügungs-Insel mit dem größten Aquarium der Welt.
  • Clarke Quay am Singapore River: Eine Freiluft-Bar- & Restaurant-Szene in alten Speicherhäusern, die an Hamburg erinnert (wenn man sich 30 Grad Celsius wegdenkt).
  • China Town: Edelsaniert & gespickt mit Essenständen, die vergleichsweise günstig sind - aber dennoch weit über dem Niveau von Kuala Lumpur liegen.
  • Little India: Viele kleine Bollywood-Läden & farbenfrohe Läden lassen einen für wenige Straßenzüge vergessen, dass man sich eigentlich in einer hyper-modernen Megacity befindet.
  • Off-season empfiehlt sich ein Hotel in der Marina Bay (Marina Bay Sands, The Fullerton Singapore) - in der High Season muss man hier schon ordentlich in die Taschen langen. Als Kompromis empfehle ich das Park Royal Hotel Beach Road - ca. 10 min mit Taxi vom Bayfront-Halli-Galli entfernt.

Fazit nach 4 Tagen Singapore: 

Für mich das New York Asiens, nur mit mehr Charme und besserem Essen;). Das Preisniveau ist leider gleich - gleich hoch. Und wer eine Karriere als Taxifahrer in Singapore anstrebt - der Durchschnittsverdienst eines Taxifahrers dort liegt bei ca. großzügigen 6.000 EUR pro Monat; eine Eigentumswohnung von 100 m2 kostet das 9-fache einer Eigentumswohnung in 1010 Wien. Und mir ist jetzt auch endlich klar, warum alle Asiaten zu uns kommen, um Louis Vuitton & Burberry Accessoires zu kaufen. Aufschläge von weiteren 50-100% auf Täschchen sind keine Seltenheit.

Was ich in den Teeplantagen im Cameron Hochland sowie an diversen Stränden der Ostküste so erlebt habe, lest ihr dann nächste Woche.

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Kommentare: 3
  • #1

    Mum (Sonntag, 24 Januar 2016 14:56)

    Beim Lesen bekommt man das Gefühl selbst dabei gewesen zu sein. Fantastisch zusammengefasst und beeindruckende Fotos. Bin stolz auf dich! Kiss

  • #2

    Pat (Montag, 25 Januar 2016 06:30)

    Herrlich zu lesen :) Durch die Hitze is auch die Orientierung ganz durcheinander, West - Ost.. :)

  • #3

    Andrea (Montag, 25 Januar 2016 17:28)

    Wow, rapporto super, molto animatamente scritto, fantastico!!!!