Auf den Spuren von Dolce Vita: Mein ewiges Rom.

Rom ist Rom. Das wusste selbst Robert De Niro, als er sagte: "Italy has changed. But Rome is Rome." Einen Vergleich mit einer anderen Stadt zu ziehen oder eine Metapher für all das Schöne dieser Stadt zu finden - quasi impossibile für diesen einzigartigen Hotspot.

Diese ewige Stadt hat mir bei meinem aller-ersten Besuch im Mai 2011einfach den Atem geraubt- und weitere 5 Besuche in den letzten 4 Jahren haben mich nicht nur ob der stets hohen Temperaturen zum Hyperventilieren gebracht. Dank intensiver Einheimischen-Betreuung ;) & einer (mittlerweile verblichenen) "Rom"anze habe ich ein bisschen Insider-Wissen abseits der altbewährten Klassiker über diese Stadt erlangt - welches ich euch nicht vorenthalten möchte.



Viel Spass mit den meinen "Musts" - mittlerweile mehrmals "approved" & auspropiert durch viele meiner Amici.


Zunächst mal - ARRIVARE a Roma:

Vorweg - diese Stadt wird in ihrem Leben keinen Award für toll ausgebauten öffentlichen Verkehr mehr einheimsen. Daher - wenn ihr's eilig habt und nicht so sehr auf das Geld achten müsst - per Taxi geht's in ca 30 min in die Stadt und dies schlägt sich mit EUR 48,- (Fixpreis) zu Buche. 

Alternativ gibt's alle 30 min den Leondardo Express mit Ankunft am Bahnhof Termini um EUR 14,- oneway  (von dort ein Taxi zB zur Piazza Navona kostet EUR 10,-). Wenn's noch günstiger gehen soll, dann kann man auch mit dem TerraVision Bus um EUR 4,- (bei rechtzeitiger Buchung im Voraus, Abfahrtszeit-gebunden!) in 55 min zum Termini gelangen.

In der Stadt angekommen, empfehle ich eine Unterkunft im Stadtviertel "Navona" rund um die "Piazza Navona" bzw. den "Campo dei Fiori" - ein idealer Ausgangspunkt für die Besichtigung der Stadt ohne auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen zu sein. Übernachtungspreise findet man von-bis. Als Anhaltspunkt gilt, dass rd. EUR 130,- für ein sauberes Standard-Zimmer pro Nacht ein guter Deal sind.

 

Meine Empfehlung ist auch, das Zimmer ohne Frühstück zu nehmen. Dass Italiener nicht die Frühstücksmeister sind, ist hinlänglich bekannt. Besser, man trinkt in den Seitengassen der Piazza Navona, zB auf der "Piazza della Pace" einen "Cappuccio" und nascht an seinem Cornetto. An der Bar kostet's im Übrigen rund 1/3 von dem was es im Sitzen am Tisch kostet.

Und hier meine Top 7 Musts abseits der Klassiker rund um Kolloseum, Pantheon usw.

Must #1: Ein Besuch im Tazza D'Oro. ©http://www.tazzadorocoffeeshop.com/eng/
Must #1: Ein Besuch im Tazza D'Oro. ©http://www.tazzadorocoffeeshop.com/eng/

MUST #1:

Und wenn wir schon beim braunen Gold sind - hier das erste MUST für Rom: Ein Besuch bei Tazza d'Oro - eine alteingessene, ehrwürdige Kaffee-Institution aus dem Jahre 1946 gleich beim Pantheon - man serviert neben perfektem Cappuccino auch "Kaffee-Granita" mit wundervoller Panna montata (rechts im Bild).

Must #2: Spaghetti Carbonara bei Grappolo d'Oro.
Must #2: Spaghetti Carbonara bei Grappolo d'Oro.

MUST #2:

Die römische Küche ist bekannt dafür, ein paar internationale, kulinarische Größen herausgebracht zu haben. Eine solche Größe ist definitiv das Gericht "Spaghetti Carbonara". Entgegen der mitteleuropäischen Zubereitungsart mit Schinken & Obers geht der "modo Italiano" definitiv anders - man nimmt Eier, Pancetta (Bauchspeck) und Pecorino. Die beste Carbonara isst man im Übrigen bei Grappolo d'Oro in einer Seitengasse zwischen Campo dei Fiori & Piazza Navona.

Must #3: Am Gianicolo - Aussicht über Rom
Must #3: Am Gianicolo - Aussicht über Rom

Must #3:

Roms inoffizieller 8. Hügel, der sich im Stadtteil Trastevere am Tiberufer bis zum Vatikan erstreckt, bietet einen fantastischen Ausblick über die gesamte Stadt und diente schon mehrmals als Filmkulisse für viele (Hollywood-) Filme - zB im 2014 mit dem Auslands-Oscar prämierten Film "La Grande Bellezza", der sich ideal zur Einstimmung auf einen Rom-Urlaub eignet. 

Der Blick durch das "Buco della Serratura". ©http://www.turismoroma.it/cosa-fare/il-buco-della-serratura
Der Blick durch das "Buco della Serratura". ©http://www.turismoroma.it/cosa-fare/il-buco-della-serratura

Must #4: 
Giardino degli Aranci & Buco della Serratura


Oben auf Hügel Nr.7, dem Aventin, gibt's gleich 2 Highlights. Zum einen den mit Orangenhainen gesäumten Giardino degli Aranci, ein sehr beliebter Ort für Heiratsanträge römischer Ragazzi <3.


Zum anderen das wohl berühmteste Schlüsselloch der Welt:

das "Buco della Serratura".


Man hält einfach Ausschau nach vielen gebeugten Leuten  - einmal gespotted, befindet sich genau dort in mitten der "Buckligen" das Schlüsselloch in einem massiven Portal. Blickt man hier durch, erkennt man genau in diesem Mini-Ausschnitt die Kuppel des Petersdoms, umgeben von der atemberaubenden "Skyline" Roms.

Must #5: Giolitti Gelato

Giolitti operiert als  (chaotische) Eis-Institution bereits seit 1900 in Rom.

Es ist ein Traditionshaus mit feinstem Ambiente, aber mittlerweile mit sehr vielen Touristen. Das tut der Eisqualität aber Gott sei Dank (noch) keinen Abbruch.

Bezahlt wird an der Kassa vorab der Betrag für 1-2-3-4-5-6 od mehr Kugeln Eis, und mit dem Bon steht man dann a) in der Schlange und b) vor der Qual der Wahl - denn man kann aus 51 Sorten Eiskrem wählen (ua. aus karamellisierten Feigen, "italienischer Oper, Champagner, glasierten Maroni und den Klassikern Vanille etc.)

Klassisch-römische Pizza - Stile ultra-flat, da Baffeto.
Klassisch-römische Pizza - Stile ultra-flat, da Baffeto.

Must #6: Pizza da Baffetto

Bei den Pizzavorlieben scheiden sich die Geister - meist in 2 Fraktionen - und die Stile könnten nicht unterschiedlicher sein. Die einen, die Napoli-Style-Anhänger, haben's gerne wenn der Teig richtig dicke ist. Ich als Roma-Style-Afficionada hingegen steh auf das Super-flache & Krosse einer Pizza.

Die klassisch römische Pizza besitzt ihre eigene Identität - sie ist im Gegensatz zur neapolitischen viel dünner, hat nur einen angedeuteten Rand, ist aber auf ihrer Gesamtfläche sehr knusprig  - während die neapolitanischen Pizzen zur Mitte hin immer weicher (und gatschiger) werden. Dies liegt im Übrigen daran, dass die Römer ein bisschen Olivenöl dem Teig beimischen, während diese Machart in Neapel gänzlich untersagt ist. Schlussendlich liegt's auch am gewählten Ofen - Roma-Style wird auch oft in einem Elektrobackofen gemacht, was für Pizzaioli aus Napoli an einen Skandal grenzt. Ich als gefräßiges Kitten sage: es ist egal, Hauptsache es schmeckt.

Und das tut es besonders bei da Baffetto in der Via del Governo Vecchio - gleich bei der Piazza Navona vor dem Campo dei Fiori. Es ist kein schicker Laden, der Service ist auch nicht umwerfend - und Geheimtipp ist es schon lange keiner mehr, wenn man die Touristen mit den Lonely Planets in den Händen vor dem Lokal oft bis zu 50 m anstehen sieht. Die Pizzen sind allerdings derart geil, dass ich bei keinem Rom Besuch an diesem Laden vorbeikomme. 

 

Must #7: Ein Badetag in Santa Severa

 

Ca. 1 h nordwestlich von Rom gelegen, auf dem Weg nach Civitavecchia, ist Santa Severa ein idealer Ort, um der brütenden Stadthitze zu entrinnen und sich im tyrrhennischen Meer ein bisschen zu erfrischen. Das Castello, das aus dem 9. Jahrhundert stammt, sorgt für besonderen Charme und der Strand ist ebenfalls ein beliebter Drehort für v.a. deutsche Schnulzenfilme. Um allerdings keine falschen Erwartungen zu wecken: Die Strände auf der Höhe Roms sind nicht wirklich der Burner - egal ob man jene in Ostia besucht, oder auch in Fregene - die Erwartungen bitte nicht zu hoch schrauben. Sie können mit jenen weiter südlich bei Neapel natürlich nicht mithalten :).

Im Überblick: Meine Top 7 Musts


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